Das Baugebiet Rheinbach-Weilerfeld wurde Mitte 2003 für die Bebauung freigegeben, nachdem zunächst umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt werden mussten, die die Freigabe der Bebauung deutlich hinauszögerten. Das Gebiet ist bereits teilerschlossen. Der zugehörige Bebauungsplan kann im Bauamt der Stadt Rheinbach eingesehen werden. Die meisten Grundstücke befinden sich in Privatbesitz. Eine Liste der Grundbesitzer liegt dem Bauamt der Stadt Rheinbach vor.

Inzwischen wurden viele Häuser errichtet und es sind bereits 60-70% der Fläche bebaut. Gebaut werden sowohl Einzel- und Doppelhäuser als auch Reihenhäuser und Ecktürme, die größere Straßenzüge mit einem markanten Blickfang abschließen sollen. Leider ist im Baugebiet eine zweigeschossige Bauweise erlaubt, sodass viele Bauten sehr wuchtig und hoch erscheinen. Da die Baupreise nicht gerade niedrig ausfallen (zwischen ca. 180,- und ca. 270 Euro / pro Quadratmeter zzg. weiterer Erschließungsgebühren), wurden viele Grundstücke sehr klein parzelliert, sodass auch bei Einzelhausbebauung häufig kaum noch von lockerer Bebauung gesprochen werden kann.

Nach einem regelrechten Boom Anfang 2004 infolge von Mitnahmeeffekten aufgrund von Änderungen bezüglich der Eigenheimförderung und mehreren Insolvenzen von Bauunternehmern in der Mitte des Jahres 2005 war im Winter erwartungsgemäß wieder ein wenig mehr Ruhe ins Baugebiet eingekehrt. Im derzeitigem Sommer wird erneut viel gebaut und viele Lücken sind bereits geschlossen.

Wer sich einen Überblick über den aktuellen Stand des Baugebietes verschaffen möchte, nutzt am besten die nachfolgende Karte zur Anreise in das Weilerfeld:


Wohnpark Rheinbach Weilerfeld

hier geht es zur vergößerten Ansicht

 

Straßennamen im Weilerfeld:

Das Stadtarchiv beabsichtigt in ein bis zwei Jahren eine Broschüre über die Bedeutung der Straßennamen zu veröffentlichen.

Die Straßennamen wurden allesamt mit einem Bezug zu Rheinbach ausgewählt, der nachfolgend beschrieben wird:

An der Glasfachschule: 1948 wurde in Rheinbach eine staatliche Glasfachschule eröffnet.
 
Zingsheimstraße: Helene Zingsheim, (1877 - 1959), Leiterin der Rheinbacher Molkerei von 1929 - 1939 und 1946 - 1951. Aus einem christlichen Grundverständnis heraus war sie auch in der Kommunalpolitik sehr aktiv.
 
Spickermannweg: Gertrud Spickermann (1819 - 1876), Ordensstifterin aus Rheinbach, gründete später eine eigene Schwesternschaft in Sittard (Schwestern der Liebe vom Kostbaren Blut), die in der Armen- und Krankenpflege tätig war.
 
Koenenweg: Josef Koenen (1802-1872) war seit 1824 Volksschullehrer in Rheinbach. 1852 gründete er eine höhere Schule, aus der sich das heutige städtische Gymnasium entwickelte.
 
Kollwitzweg: Käthe Kollwitz (1867 - 1945), Graphikerin und Bildhauerin.
 
Worringer Weg: Mit der Schlacht von Worringen im Jahre 1288 endete die Vormachtstellung des Kurstiftes Köln am Niederrhein. Für die Ritter von Rheinbach ergab sich daraus die Möglichkeit, selbständig die Siedlung an ihrer Burg zur Stadt auszubauen.
 
Meistermannweg: Georg Meistermann (1911 - 1990), einer der bedeutendsten Glasmaler der Nachkriegszeit, gestaltete zahlreiche Fenster in Kirchen und öffentlichen Gebäuden.

Wer weitere Informationen wünscht, wende sich bitte an unser Stadtarchiv. Die Informationen wurden freundlicherweise von Herrn Dietmar Pertz (Leiter Stadtarchiv) zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Rheinbacher Stadtarchiv finden Sie hier.


 

© Volkhard Schmanke
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